Impuls Mai 2018

Welcher Gewinn

Herrlich – das satte Grün, die blühenden Blumen auf dem Golfplatz.
Herrlich – das spielerische Bewegen an frischer Luft mit dem sportlichen Ziel mit möglichst wenigen Schlägen das Loch an der Fahne zu erreichen.
Herrlich – das Entdecken von interessanten neuen Golfplätzen mit seinen Herausforderungen und angenehmen Begleiterscheinungen nach dem Spiel mit gepflegtem Essen in den Golfclubs.
Motoren unseres menschlichen Handelns und unserer Entscheidungen sind das Stillen von Bedürfnissen und das Erlangen eines Gewinns.
Auch wenn beim Golfsport die Fragen der finanziellen Hürden und des zeitlichen Einsatzes wohl zu überlegen sind, so erfreut sich der Golfsport doch wachsender Beteiligung und Begeisterung. Einmal richtig „infiziert“, stürzt man sich in das golferische Vergnügen, auch wenn dieses von „Aufs und Abs“ gekennzeichnet bleibt.
Das Bedürfnis nach spielerischer Verbesserung gipfelt für manchen in Zufriedenheit über das gespielte Ergebnis, den gelungenen Schwung oder gar dem unterspielten Handicap – ein persönlicher Gewinn eben.
In Gottes schöner Welt stehen uns schon tolle Möglichkeiten offen, wenn auch nicht überall auf dieser Erde, die gleichzeitig von so viel Zerbruch, Zerstörung und Grausamkeiten, was Menschen einander antun, gekennzeichnet ist. Wenn wir mit Leid und Tod zu tun bekommen, brechen existentielle Fragen durch:

  • Wo komme ich her?
  • Wo gehe ich hin?
  • Kann man Gott erfahren?
  • Was kommt nach dem Tod?
  • Wi finde ich Sinn in mein Leben?
  • Wo erfahre ich Trost und Orientierung, Geliebt- Angenommensein in
    Ablehnungssituatonen und Krisen?
  • Müssen wir uns mit dem ständigen Mord und Totschlag in unserer Welt abfinden?
  • Wie kann ich mit meiner persönlichen Schuld fertig werden?

 

In der Bibel können wir lesen, wie Jesus Antworten auf diese Fragen gibt.
Als Jesus in der berühmten Speisung der 5000 die Zuhörer mit einem Speisungswunder satt gemacht hat, suchen sie ihn am nächsten Tag mit dem irgendwie gearteten Anliegen, ihn zum „Brotkönig“ für jeden Tag machen zu wollen.

Aber Jesus bringt ihnen und uns bei, dass wir neben dem Offensichtlichen und Angenehmen noch tiefer graben müssen.
Wir müssen Jesus in den Blick bekommen als den, der über unser zeitliches Leben hinaus einen viel grösseren Gewinn für uns bereit hält: Wenn wir ihm vertrauen und in unser Leben bitten, schenkt er uns Ewiges Leben.

Jesus sagt am Tag nach dem Speisungswunder zu den Teilnehmern:
„Ihr sucht mich nicht, weil Ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil Ihr von dem Brot gegessen habt und satt geworden seid. Müht Euch nicht um Speise, die vergänglich ist, sondern um Speise, die da bleibt zum Ewigen Leben. Dies wird Euch der Menschensohn geben; denn auf ihm ist das Siegel des Vaters.“ Joh. 6, 26f

 

(Hans Ulrich Ehinger, ev. Pfarrer in Bitburg)